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Enttäuschendes Abschneiden der Hessen beim DHB-Länderpokal

von Vanessa Bosch

Hessenauswahl LP 2016 - Foto: N. Brocke

In den Gruppenspielen hatten die Hessinnen zunächst einen Auftakt nach Maß erwischt. In der ersten Partie setzten sie sich mit 23:21 (9:10)  gegen Süd-Baden durch. Dabei mussten sie allerdings schon nach zehn Minuten den Ausfall ihrer Leistungsträgerin Melanie Grawe hinnehmen, die sich eine schwere Verletzung zuzog. Dennoch traten die HHV-Akteurinnen weiterhin beherzt auf und münzten einen zwischenzeitlichen 4-Tore Rückstand in eine Führung um, die sie am Ende auch verteidigen konnten.

 

Im anschließenden Spiel gegen Mecklenburg-Vorpommern dominierten die Hessen noch den ersten Durchgang (13:10). Nach dem Seitenwechsel brachen dann aber alle Dämme. Zunächst erhöhten die HHV-Talente zum 14:10, doch anschließend holte Mecklenburg-Vorpommern Tor um Tor auf. Denn die HHV-Spielerinnen nutzten im Angriff klare Chancen nicht. Beim 18:18 kam Mecklenburg-Vorpommern schließlich zum Ausgleich  und sicherte sich auf Grund der eklatanten Abschlussschwäche seines Gegners schließlich den 26:20-Sieg. "Wir haben im zweiten Abschnitt 16 Angriffe auf das Tor ohne Treffer abgeschlossen. Damit haben wir das Spiel selbst aus der Hand gegeben", kritisierte HHV-Trainer Jörg Schulze.

 

 In die erste Partie des zweiten Wettkampftages starteten die Hessen nervös. Gegen die zweite Vertretung aus Württemberg (JG 2000) sahen sie sich zur Pause mit einem Sechs-Tore Rückstand (11:17) konfrontiert. Nach dem Seitenwechsel bewiesen die hessischen Spielerinnen Moral, in dem sie in der 40. Minute das 20:20 markierten. Bis zum 24:23 (47.) blieben sie auf Tuchfühlung jedoch war es am Ende  Württemberg II, das den 25:23 Siegtreffer bejubelte.

 

Auch im darauffolgenden Spiel gegen Bayern setzte sich die Abschlußschwäche des HHV weiter fort. Vor der Pause hatten sich die Hessinnen eine Drei-Tore Führung (13:10) erspielt, aber auch dieses Mal schmolz der Vorsprung dahin (13:12/25.). Nach dem Seitenwechsel lieferte sich Hessen bis zum 19:19 (38.) ein Kopf an Kopf Rennen bevor Bayern vier Tore in Folge zum 19:23 erzielte und das Spiel mit 27:24 zu seinen Gunsten entschied.

 

Nach diesen drei Niederlagen beendeten die HHV-Spielerinnen die Vorrundenspiele als Gruppenletzter. „In den spielentscheidenden Situationen haben wir versagt und uns zudem viel zu viele technische Fehler geleistet“, nennt HHV-Trainer Thomas Zeitz zwei Gründe für das unerwartet schlechte Abschneiden seiner Spielerinnen.

 

 

Zwar konnten die Hessen  das Platzierungsspiel gegen den HV Thüringen mit 45:14 (21:8) wie auch die Begegnung um den Platz 17 gegen Sachsen-Anhalt 31:20 (14:8) klar für sich entscheiden, aber diese beiden Siege  trösteten die HHV-Spielerinnen nicht mehr. „Bei den Spielerinnen aber auch bei den Trainern ist die Enttäuschung über das Abschneiden riesen groß“, erklärt Schulze.

 

 

Die Ergebnisse aus der Vorrunde in der Übersicht:

 

Die weiteren ERgebnisse können hier abgerufen werden. 

 

Der HHV-Kader

Für den Länderpokal waren folgende hessische Spielerinnen nominiert:

Patricia Becker (HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden), Linda Brocke (HSG Bensheim/Auerbach), Greta Bucher  (wJSG Bad Soden/Schwalb./Niederh.), Paulina Golla (TG Eltville), Melanie Grawe (wJSG Bad Soden/Schwalb./Niederh.), Hannah Grothnes (SG Kirchhof), Lea Immelnkämper (SG Kirchhof), Paula Küllmer (SG Kirchhof), Elisabeth Trieschmann (alle SG Kirchhof), Pia Magnago (HSG Bensheim/Auerbach), Sasha Marie Müller (TV Hüttenberg), Natalie Niekrawietz (TG Eltville), Isabell Rubeck (HSG Bensheim/Auerbach), Katrolina Schreiber (HSG Goldstein/Schwanheim), Leah Schulze (TG Eltville), Alicia Simonelli (TG Eltville).

Die HHV-Trainer

Das Trainerteam: Thomas Zeitz, Jörg Schulze, Judith Schura

Physiotherapeut

HHV-Physiotherapeut: Johannes Schura



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